Das Herz

Die genaue Diagnose meines Herzfehlers lautete:
Truncus arteriosus communis Typ I - mit irreversibler pulmonaler Hypertonie-
Dies ist ein Herzfehler, der beide Geschlechter gleichermaßen betrifft und insgesamt aber in weniger als 1% aller angeborenen Herzfehler vorkommt.
Er entsteht aufgrund einer fehlenden Trennung zwischen der Hauptschlagader des Körper-Kreislaufes und der Lungenschlagader. Die Kinder werden bereits in den ersten Lebenswochen bis –monaten auffällig mit Luftnot, besonders schon bei leichten Belastungen. (Die Operation sollte heutzutage möglichst bald, das heißt ab dem 3 Lebensmonat erfolgen).
Das Herz besteht aus 4 Herzkammern die durch Herzscheidewände und Herzklappen getrennt sind. Bei mir fehlte die Trennung zwischen den beiden Hauptschlagadern und ich hatte einen hochsitzenden Scheidewanddefekt, somit funktionell praktisch nur 3 Herzkammern. (“Mein Herzfehler” zeigt eine grafische Darstellung, die durch anklicken vergrößert werden kann.) Man konnte damals zwar schon ein Loch in der Herzwand operativ verschließen, aber diesen komplexen Herzfehler zu korrigieren war damals operativ noch nicht gegeben.
Da ich in den 60ziger Jahren am Herzen nicht operiert werden konnte war der Lungenkreislauf immer mehr belastet worden. Es kam zu einer schweren Blutdruckerhöhung im Lungenkreislauf, der soweit ging, dass es zu einer Druckumkehr kam. Das heißt medizinisch: Es liegt ein Truncus arteriosus Typ I mit Eisenmengerreaktion vor. Da die Druckerhöhung im Lungenkreislauf nicht wieder rückgängig zu machen ist, oder sich auch nicht wieder nach Korrektur des Herzfehlers zurückbilden kann, bestand die eindeutige Indikation, dass nur eine Herz-Lungen-Transplantation helfen könne.

Beiderseits habituelle Patellaluxation:

Das heißt angeborenes Herausspringen der Kniescheibe aus der normalen Gleitbahn. Beide Kniescheiben mussten festen Halt bekommen, denn die Bänder waren ausgedehnt und gleichzeitig musste das rechte Schienbein wegen einer X-Stellung begradigt werden, damit dann die Achse auch stimmt und die Kniescheibe in der operierten Position bleibt.

Angeborene Klumpfüße und Spitzfuß

Die Ferse steht hinten hoch, d.h. der Rückfuß ist im Sinne eines Spitzfußes verändert. Darüber hinaus ist der Rückfuß nach innen gekippt. Damit ist eine Hebung des Fußinnenrandes verbunden. Die Muskulatur und die Sehnen schrumpfen an der Innenseite, während sie außen überdehnt werden. Die Fußknochen sind teilweise deformiert. Bei ausgeprägten Veränderungen ist es möglich, dass der Patient auf dem Fußaußenrand läuft. Der Klumpfuß ist eine der häufigsten angeborenen Missbildungen. Knaben sind stärker befallen als Mädchen.
Operative Achillessehnenverlängerung ggf. Sehnen- bzw. Muskelverpflanzungen oder versteifende Operation sind die gängigen Behandlunsmöglichkeiten.